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Gebäudeansicht vom Haus W26

Museumsgeschichte

Erstmals befasste sich anlässlich des 75-jährigen Bestehens im Jahr 1980 der damalige Anstaltspfarrer Werner Tröster mit der Geschichte der Warsteiner Klinik. Die Idee zur Errichtung eines Psychiatrie-Museums hatte hier ihren Anfang. Ab 1999 begann eine Gruppe aus ehemaligen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen unter der Leitung des ehemaligen Verwaltungsleiters Andreas Mueller-Andriessen mit dem Sammeln von Objekten zur Klinikgeschichte. Zu ihnen zählten Horst Gumbinger (†), Karlo Klucken (†), Wolf Mathes und Wilfried Schalles, die das Projekt ehrenamtlich und tatkräftig unterstützten. Am 21. April 2005 konnte das Museum zum 100. Jubiläum der Klinik im Gebäude 26 eröffnet werden.

Im August 2015, dem zehnjährigen Bestehen des Museums, zogen sich die verbliebenen Ehrenamtlichen aus der Museumsarbeit zurück. Bis zum Jahr 2020 kümmerte sich Helmut Monzlinger (†) um die regionale Psychiatriegeschichte. Heute führen Cordula Schräder und Karl Kruse durch das Museum.

Ort und Gebäude

Im Gebäude 26 befand sich einst die zentrale Kochküche der Warsteiner Anstalt. Täglich wurden hier hunderte Essensportionen gekocht, um alle Patienten und Angestellten zu versorgen. Die zwischen 1904 bis 1909 errichtete 5. Provinzialheilanstalt war bei ihrer Eröffnung die größte psychiatrische Einrichtung in Westfalen. Bereits im April 1905 wurden die ersten 336 Patienten aus der Klinik Lengerich aufgenommen. Die Belegungskapazität war anfangs auf 1400 Betten ausgelegt, wurde jedoch schon bald überschritten. In einer rund 25 Hektar große Parkanlage wurden die 33 Kranken-,  Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude, eine Anstaltskirche und ein Friedhof im sogenannten Pavillonstil angelegt. Außerhalb lagen ein Gutshof, eine Gärtnerei und Dienstwohngebäude für den Direktor, die Ärzte und Angestellten sowie die beschäftigten Handwerker und Pfleger.

Geländeplan der Heilanstalt nach der Fertigstellung, Foto: LWL-Psychiatriemuseum Warstein

Alter Lageplan der Provinzialanstalt Warstein. None